Als Händel Anfang November 1741 auf Einladung William Cavendishs, Herzog von Devonshire und Vizekönig von Irland, nach Dublin reiste, führte er mit sich den soeben in nur 24 (!) Tagen komponierten Messiah. Die erste Aufführung am 13. April 1742 fand statt in einer Wohltätigkeitsveranstaltung für die Freilassung von Schuldgefangenen in verschiedenen Gefängnissen und zur Unterstützung von Mercer’s Hospital und des Armenkrankenhauses am Inn’s Quai in Neal’s Music Hall. Damit schenkte Händel der Musikwelt eine bis heute zu den meistaufgeführten Chorwerken zählende Musik. Das Oratorium, berichtend von der Ankündigung des Messias, der Geburt Jesu, seiner Passion und Auferstehung und dem Triumph des ewigen Lebens, weckte mit Text und Musik begeisterte Zustimmung nicht nur der Iren, sondern in den folgenden Jahren auch der englischen bürgerlichen Gesellschaft. Mit dem Messiah hatte sich Händel in Großbritannien endgültig durchgesetzt und man rühmte und feierte ihn – bis heute – als bedeutenden Nationalkomponisten. Das Werk erklingt in Englisch, so wie es Händel komponierte.

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